Paul

8.Tag - Der Postbote

(Briefträger, Zusteller, Postbeamte, ? - hier Postbote)

Einleitung

Der Winzling "Postbote" geht zunächst von Kind zu Kind. Jeder darf sich den Winzling gründlich anschauen. Er hat auch einen Namen: Paul. Es wird ein kurzes Gespräch ?ber die Kleidung geführt: blauer Anzug, Reflektorstreifen (wozu?), Kopfbedeckung, Tasche. Wo arbeitet ein Postbote oder Postbeamter? (Poststelle, unterwegs auf den Straßen.) Was macht ein Postbote? (Er bringt Briefe und Pakete zu uns nach Hause bzw. verkauft Briefmarken, stempelt sie ab, wiegt Pakete aus, befördert sie mit einem LKW woanders hin, sortiert Briefe, führt Geldgeschäfte aus (Postbank) und vieles mehr ?)

Lebendige Geschichte (Kinder immer mit einbeziehen!)

(Sämtliche Bewegungen mitmachen/nachmachen/darstellen. Der Hinweis ist unterstrichen und fett gedruckt.) Ganz früh am Morgen beginnt Paul seinen Dienst. Er fährt mit dem Auto zur Posthauptstelle und sortiert die Briefe und Postsendungen seines Bezirkes. Den ersten Schwung lädt er in die Taschen seines Fahrrades. Paul bringt die Post per Fahrrad zu den Kunden. Natürlich sind viel mehr Briefe zu verteilen, als er mit dem Rad mitnehmen kann. Er packt sie in Säcke und beschriftet diese. Ein Kollege, Herr Schneider, bringt die Säcke zu einem Kiosk und einem Blumenladen, die beide im Bezirk von Paul liegen. Sind nämlich die Briefe alle verteilt, muss Paul nicht den weiten Weg zur Post zurück fahren um Nachschub zu holen, sondern fährt den Kiosk oder den Blumenladen an. Dann kann er auch direkt eine Pause machen und etwas frühstücken und trinken.

Wenn die ganze Post verteilt ist, hat Paul Feierabend. Das ist meist am späten Mittag, je nachdem, wie viel zu tun ist. Ist das Wetter schlecht, braucht er schon mal etwas länger.

Heute hat Paul auch wieder sehr viel zu tun. Er hält in den Händen einen Brief, den er gar nicht richtig entziffern kann. Was ist immer auf einen Briefumschlag? (Absender, Name und Adresse, wo der Brief hingehen soll, Briefmarke, Stempel.) "Ru - Ru - nein Rüdiger! Rüdiger Hei - Heu - Heiermann - puh, wer soll denn so eine Schrift lesen können?" "Zeigen Sie mal her!" Frau Klatsch aus dem Kiosk nimmt den Brief, setzt ihre Brille auf: "Rüdiger Heiermann aus der Kastanienstraße. Der Brief ist von seinem Freund Marco Mertens. Der hat doch den Arm gebrochen und liegt im Krankenhaus. Na, mit der anderen Hand kann man nicht so gut Briefe schreiben." Frau Klatsch gibt den Brief zurück. "Jetzt wo sie's sagen." Und nun erkennt auch Paul, was da genau auf dem Brief steht und saust mit dem Rad davon.

An den großen Hochhäusern kann Paul schnell viele Briefe auf einmal los werden. Ärgerlich ist nur, wenn er dann irgendwo klingeln muss, weil das Porto nicht stimmt oder etwas persönlich vom Empfänger unterschrieben werden muss, etwa ein Einschreibebrief. Klingeln, in den Aufzug rein, hochfahren, Brief abgeben, runterfahren, raus aus dem Haus. Noch schlimmer ist es, wenn es gar keinen Aufzug gibt, wenn also vier Etagen mit viel Treppen zu Fuß genommen werden müssen. Ein Mal und auch zwei Mal macht das nichts weiter. Aber Paul ist nicht mehr der Jüngste. Darum freut er sich immer, wenn er wenig Treppen gehen muss.

Eine Straße noch, dann ist Paul fertig. Es ist die Eichenstraße und dort stehen alles Einfamilienhäuser. Das heißt: runter vom Rad, zum Briefkasten laufen, Brief einstecken, zurück zum Rad gehen, aufsitzen, weiter fahren, am nächsten Haus anhalten, runter vom Rad, zum Briefkasten laufen, Brief einstecken, zurück zum Rad gehen, aufsitzen, weiter fahren, am nächsten Haus anhalten, runter vom Rad, zum Briefkasten laufen, Brief einstecken, zurück zum Rad gehen, aufsitzen, weiter fahren, am nächsten Haus anhalten, runter vom Rad, zum Briefkasten gehen, Brief einstecken, zurück zum Rad laufen, aufsitzen, weiter fahren, am nächsten Haus anhalten, usw..

"Puh!" Auch das ist nun geschafft und Paul freut sich auf sein leckeres Mittagessen.

Aktionstipp des Tages

Viel Papier bereit stellen. Daraus Umschläge basten, Bilder malen und in die Umschläge packen, beschriften, Briefmarke aufmalen und abstempeln und der Familie oder der/dem Freund(in) zukommen lassen.

Aus einem der Kartonhäuser eine Post gestalten und Material für das Rollenspiel zur Verfügung stellen.