Volker Freund

3.Tag - Der Polizist

Einleitung

Der Winzling "Polizist" geht zunächst von Kind zu Kind. Jeder darf sich den Winzling ganz genau anschauen. Er hat auch einen Namen: Volker Freund. Es gibt ein kurzes Gespräch ?ber die Kleidung: eine grüne Kopfbedeckung, eine grüne Jacke und eine grüne Hose. Polizisten sind meistens grün gekleidet. Die weißen Streifen, die Herr Freund hier auf der Kleidung hat, bedeuten auch etwas. Wer weiß das? (Sie leuchten im Dunkeln, damit er besser gesehen wird.) Wo arbeitet ein Polizist? Sein Arbeitsplatz ist in der Polizeistation, aber oft ist er unterwegs, so dass wir sagen können, er arbeitet überall. Wo habt ihr schon mal einen Polizisten gesehen? Was hat er dort gemacht?

Lebendige Geschichte (Kinder immer mit einbeziehen!)

Volker Freund ist Polizist. Manchmal hat er wenig zu tun - manchmal aber auch ganz viel. Wenn er wenig zu tun hat, sitzt er auf der Polizeiwache - die auch mal von Rainer Regenbogen gestrichen werden könnte - am Computer und schreibt Berichte. Das nimmt ganz schön viel Zeit in Anspruch. Wenn er viel zu tun hat, muss er von einem Einsatzort zum nächsten. (Was macht ein Polizist überhaupt? Kinder erzählen lassen.) Herr Freund hat einen Hund; das ist ein Schäferhund und er heißt Lutz. Lutz ist ein ganz besonderer Hund. (Was muss ein Polizeihund alles können?) Er hat gelernt, Drogen, Sprengstoff und vermisste Leute zu finden. Das macht er mit seiner super feinen Spürnase. Herr Freund musste auch etwas lernen; nämlich, wie er mit Lutz umgehen muss. Wenn Herr Freund seinen Dienst beginnt, nimmt er Lutz mit zur Arbeit. Beide arbeiten dann zusammen. Und wenn Herr Freund nach Hause fährt, darf Lutz mit.

Einmal hatten beide, Herr Freund und Lutz, einen ganz langen und harten Arbeitstag: Früh am Morgen wurden sie zu einer Wohnung gerufen. Dort wurde in der Nacht eingebrochen. Herr Freund schaute sich alles genau an und notierte, was zerstört und was gestohlen wurde. Lutz schnüffelte und schnüffelte, aber dort war nichts besonderes für ihn zu riechen.

Gegen Mittag gingen beide auf den Übungsplatz. Hin und wieder müssen sie trainieren, damit sie im Ernstfall alles richtig machen. So wurden auf einen großen Platz Sprengstoff und Drogen versteckt. Lutz musste sie suchen. Er schnüffelte und schnüffelte und fand auch tatsächlich alles. Braver Hund!

Gerade auf dem Weg zur Polizeiwache, kam ein Funkruf; großer, schwerer Unfall auf der Bahnhofstraße. Mit Blaulicht und Tatütata aus dem Martinshorn fuhr Herr Freund hin. Lutz musste im Auto bleiben. Ein anderer Polizist war schon da und schrieb auf, wie der Unfall passierte. Ein Krankenwagen und ein Notarztwagen standen ebenfalls schon da. Zum Glück ist nicht allzu viel passiert; die Verwundeten wurden gut verarztet. Volkers Aufgabe war es, den Verkehr zu regeln. (Wie? Kinder fragen und erzählen lassen.) Durch den Unfall auf der Straße konnten die anderen Autos nicht mehr fahren. Erst durften die Autos von vorne fahren, dann die von hinten - immer schön im Wechsel. Mit einer Kelle, die auf der einen Seite rot und auf der anderen Seite grün ist, hat Volker Freund den Autofahrern gezeigt, wer fahren darf und wer stoppen muss.

Später wurde Herr Freund zu einer Schlägerei gerufen. Zwei kräftige Männer prügelten aufeinander ein. Ein kräftiges "Wau" von Lutz ließ sie aufhören. Herr Freund nahm sie mit aufs Polizeirevier und fragte sie, was das ganze soll.

Mittlerweile war es schon spät; Volker Freund und Lutz wollten nach Hause fahren. Aber über das Funkgerät bekam Herr Freund noch den Auftrag, zur Waldstege zu fahren. Dort sei eine große Geburtstagsfeier und die Musik sei so laut, dass alle Nachbarn sich gestört fühlten. Nächtliche Ruhestörung nennt man das. Nachdem Herr Freund dort schellte, wurde die Musik auch leiser gedreht, so dass alle Nachbarn gut schlafen konnten.

Das war einer von vielen turbulenten Arbeitstagen des Polizisten Volker Freund und seines Hundes Lutz.

Aktionstipp des Tages

Eines der Pappkartonhäuser kann zur Polizeiwache gestaltet werden. Dazu einige Polizeigegenstände basteln (oder auch kaufen), wie etwa eine Kelle, Handschellen, Notizblock, Hundeleine und für das Rollenspiel zur Verfügung stellen.