Rainer Regenbogen

1.Tag - Der Maler

Einleitung

Der Winzling "Maler" geht zunächst von Kind zu Kind. Jeder darf sich den Winzling genau anschauen. Er hat auch einen Namen: Rainer Regenbogen. Es folgt ein kurzes Gespräch über die Kleidung: einen Malerhut, damit die Haare vor der Farbe geschützt sind; ein Malerkittel, um die Kleidung darunter zu schützen; eine Malerhose und Schuhe, mit denen der Maler nicht ausrutschen kann. Wo arbeitet ein Maler und was macht er? Maler bemalen und streichen Innenräume, sie lackieren Türen, Fensterrahmen, Heizkörper, streichen Decken und Wände, Fassaden, Garagen, Fahrzeuge, Kirchen - Kirchenmalerei. Sie pflegen Denkmäler und vieles mehr.

Lebendige Geschichte (Kinder immer mit einbeziehen)

Rainer Regenbogen arbeitet für eine kleine Maler- und Lackiererfirma. Er hat immer viel zu tun. So sieht sein Arbeitstag aus:

Ganz früh morgens klingelt der Wecker. Aaaauuufsteeehn! "Gäääähn!" Erst mal gut frühstücken und dann duschen. Jetzt ist Rainer richtig wach. Er zieht seine Arbeitsklamotten an (von Kindern erzählen lassen, welche es sind). Rainer steckt sich noch ein Frühstücksbrot, Kaffee und Mineralwasser ein und verlässt das Haus. Er muss zu einer Baustelle fahren, die etwas weiter weg liegt. Das eigene Auto nimmt er dazu nicht - das ist viel zu schade und könnte schmutzig werden. Rainer hat einen Firmenwagen, in dem ganz viel Platz für seine Arbeitssachen ist (aufzählen lassen, was er für seine Arbeit benötigt, z. B. viele verschiedene Pinsel, Farben, Lacke, Abdeckplanen, Eimer, Stifte, Spachtel Kellen, Winkel, Lineare, Wasserwaage, Bürsten, Rollen, Messer, Schere, Zollstock etc.). Nun fährt Rainer zur Baustelle. Dort ist auch sein Chef. Der ist nur ganz kurz da. Er müchte wissen, was Rainer schon alles gemacht hat und was noch erledigt werden muss und wie lange er dafür noch braucht. Ganz schön neugierig so ein Malerchef, was? Das ist aber wichtig zu wissen, denn wenn Rainer an dieser Baustelle fertig ist, wartet ein anderer Arbeitsort auf ihn. Der Chef muss seinen Kunden sagen können, wann Rainer kommen kann. Und der Chef hat viele Mitarbeiter. Von jedem muss er immer wissen, wie der Stand der Dinge ist, also wer wo arbeitet, wann wer fertig ist und so weiter. Rainer steigt aus und sieht auch gleich seinen Chef. "Guten Morgen Herr Peters!" sagt Rainer fröhlich. So, wie der Chef mit Nachnamen heißt, nämlich "Peters", so heißt auch die Firma. Das steht auch groß auf dem Firmenwagen: "Malerbetrieb Peters". "Guten Morgen Herr Regenbogen", sagt Herr Peters. "Wie schaut's aus? Wie weit sind wir?" "Fast fertig", meint Rainer: "in den letzten drei Tagen habe ich viel geschafft. Die Wände und Decken sind alle fertig gestrichen. Herr und Frau Haase, unsere Auftragsgeber, waren auch schon hier und sind zufrieden. Heute muss ich noch die Türrahmen weiß lackieren, dann sind wir hier fertig. Ich denke, das dauert bis heute Nachmittag. Da ich gestern so lange hier war und Überstunden gemacht habe, mache ich nach dem Lackieren der Türen Feierabend." Herr Peters nickt zufrieden: "Okay, dann rufe ich Sie heute Abend zuhause an und sage Ihnen, wo Sie morgen eingesetzt werden. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag." Damit verabschiedet sich Herr Peters und fährt zum nächsten Mitarbeiter.

Rainer Regenbogen nimmt einen großen Eimer mit weißem Lack aus dem Wagen, eine Farbrolle zum Verstreichen der Farbe und eine Abdeckplane und Klebeband, damit nichts tropft und womöglich irgendetwas verschmutzt. Rainer geht ins Haus und macht sich an die Arbeit. Zwölf Rahmen muss er streichen, zwischendurch eine Esspause machen, dann kann er wieder nach Hause fahren.

Herr und Frau Haase freuen sich schon richtig auf ihr Haus. Es ist fast soweit, dass sie einziehen können.

Aktionstipp des Tages

Für diesen Tag fünf/sechs oder mehr (je nach Platz) riesengroße Kartons und Zeitungen besorgen. Kartons können evtl. von Möbelfirmen gespendet werden (Waschmaschinenverpackungskarton o. ä.) Aus den Zeitungen mit den Kindern Maler-Hüte falten. Die Kartons werden zu Häusern, mit welchen gespielt werden kann, wenn sie fertig sind. Mit den Kindern überlegen, wo Fenster und Türen hin sollen. Diese muss ein Erwachsener an drei Seiten mit einem Cutter einschneiden, so dass die vierte Seite als Knickseite das Fenster, bzw. die Tür zum Auf- und Zumachen hält. Mit verschiedenen Pinseln und Farben können die Kinder nun die Häuser bemalen. Sind die Häuser getrocknet, können kleine Details aufgemalt oder aufgeklebt werden, etwa eine Schelle, ein Türschild, Gardinen am Fenster. Für die Häuser einen festen Platz für die Zeit des Projektes suchen (Flurbereich, Puppeneckenersatz o. ä.) Die Kinder sollten vorsichtig, ohne zu toben mit den Häusern spielen, da diese auch schnell kaputt gehen können. Bei umsichtigem Spiel halten sie das ganze Projekt über und können individuell zu anderen Berufen benutzt werden. So kann aus den Häusern jeweils am entsprechenden Tag ein Krankenhaus, eine Polizeistation, eine Feuerwehr und so weiter werden. Damit kann ein großes Rollenspiel beginnen.