Schwester Ute

5.Tag - Die Krankenschwester

Einleitung

Der Winzling "Krankenschwester" geht einmal von Kind zu Kind. Jeder darf sich den Winzling genau anschauen. Sie wird angeredet als Schwester Ute. Kurzes Gespräch über die Kleidung: Kopfbedeckung und vor allem ein Kittel, damit sie immer als Krankenschwester zu erkennen ist und ihre Kleidung sauber bleibt. Die Kopfbedeckung mussten Krankenschwestern früher, vor langer Zeit tragen. Heute brauchen sie das nicht mehr. Wo arbeiten Krankenschwestern? Überwiegend im Krankenhaus. Was machen sie dort? (Kinder erzählen lassen: Kranke waschen, Verbände wechseln, Essen bringen und abräumen, täglich die Betten ordentlich machen, Medikamente verteilen und vieles mehr.)

Lebendige Geschichte (Kinder immer mit einbeziehen)

Schwester Ute arbeitet im Krankenhaus. Sie hat verschiedene Arbeitszeiten; mal arbeitet sie nachts, mal morgens, mal mittags. Das wechselt immer wieder. Im Krankenhaus gibt es viele verschiedene Stationen auf mehreren Etagen. Schwester Ute hat schon auf vielen gearbeitet und viele kranke Menschen gepflegt. Am liebsten arbeitet sie dort, wo sie jetzt ist - auf der Entbindungsstation. Komisches Wort - wisst ihr, was das für eine Station ist? (Dort kommen die Babys zur Welt. Frauen, die ganz dick sind und kurz davor sind, ihr Baby zu bekommen, erhalten ganz viel Unterstützung und Hilfe. Ist das Baby da, werden Mutter und Kind noch ein paar Tage versorgt.)

Heute muss Schwester Ute ganz früh anfangen zu arbeiten. Im Schwesternzimmer zieht sie sich als erstes um: bequeme, weiße Sachen. Jetzt noch das Namensschildchen anstecken. Auf diesem steht "Schwester Ute", damit jeder weiß, wie sie heißt. Ins Schwesternzimmer kommt gerade Schwester Esther rein. Schwester Esther hat gerade ihre Nachtschicht hinter sich und muss jetzt mit Schwester Ute eine Übergabe machen. Das heißt, sie erzählt Schwester Ute, was in der Nacht so alles los war und worum Schwester Ute sich kümmern muss: "Lass Frau Meinert von Zimmer 14 noch etwas schlafen. Sie hat vor zwei Stunden Zwillinge bekommen und ist jetzt richtig erschöpft und müde. Der kleine Luca von Zimmer 18 mag nicht so richtig trinken. Sonst war es in dieser Nacht sehr ruhig." Schwester Esther hat nun Feierabend und fährt nach Hause. Was meint ihr, was sie dort wohl als erstes macht? (Frühstücken und schlafen.)

Schwester Ute geht als erstes in das Säuglingszimmer. Sie will sich die Säuglinge anschauen, die in der Nacht geboren wurden. Im Säuglingszimmer stehen einige Kinderbetten; ganz kleine, für ganz kleine Kinder! Alle schlafen ruhig. An der hinteren Wand sieht Schwester Ute die neuen: Auf den Namensschildern am Bett steht: "Fabienne" und "Florian". Beide schlummern und sehen erschöpft aus. Ja, auf die Welt zu kommen, ist anstrengend.

Schwester Ute geht nun ins Zimmer 18, in dem der kleine Luca ganz laut schreit. Könnt ihr auch so laut schreien wie ein kleines Baby? Schwester Ute nimmt Luca auf den Arm. Was macht sie wohl, damit er sich beruhigt? (Ein Lied vorsummen oder singen, auf und ab wiegen, eine frische Windel, ?) Luca wollte bis jetzt nicht richtig trinken, aber durch das viele laute Schreien ist er richtig hungrig. Nun kann seine Mutter ihm Milch geben. Schwester Ute ist zufrieden.

So langsam ist es Zeit, alle Mamis zu wecken, die Betten zu machen und das Frühstück zu bringen. Schwester Ute geht von Tür zu Tür und weckt alle. Ganz zum Schluss geht sie zu Frau Meinert, ins Zimmer 14. Frau Meinert ist schon wach. Sie sieht müde, aber glücklich aus. "Herzlichen Glückwunsch", begrüßt sie Schwester Ute: "gleich zwei kleine Schreier!" - "Danke. Das war eine anstrengende Nacht. Bitte, Schwester Ute, bringen Sie mir die zwei?" "Natürlich." Schwester Ute holt Florian und Fabienne und legt beide in die Arme von Frau Meinert. Klopf, klopf! Wer klopft denn da? (Neugierige Besucher, wie z. B. der frischgebackene Papa, Oma und Opa, ?) Schwester Ute lässt die Familie alleine. "Wenn etwas sein sollte, drücken Sie auf den roten Knopf, ja?" Frau Meinert nickt.

Schwester Ute hat nun alle mit Frühstück versorgt und die Betten gemacht. Natürlich hat sie das nicht alleine gemacht. Auf der Entbindungsstation arbeiten noch mehr Krankenschwestern. Sie teilen sich die Arbeit. Jetzt geht Schwester Ute von Zimmer zu Zimmer, um Blutdruck und Fieber zu messen und jede Frau zu fragen, ob es ihr gut geht oder ob jemand Beschwerden hat. Der Stationsarzt wird dann noch kommen und schauen, ob es allen gut geht. Der Kinderarzt kommt ebenfalls, um die Babys zu untersuchen. Schwester Ute und ihre Kolleginnen bringen dazu alle Babys ins Säuglingszimmer. Sobald sie untersucht sind, kommen sie zurück zu ihrer Mama.

Schwester Ute hat noch einige Stunden zu arbeiten, bevor sie wieder nach Hause kann. Was meint ihr, was sie noch alles tun muss? (Babys waschen, wickeln, umziehen, den Mamas zeigen, wie sie mit den Babys umgehen müssen, füttern, Frühstücksgeschirr einsammeln, Medikamente verteilen, kurz vor Feierabend mit der nächsten Kollegin eine Übergabe machen ?).

Aktionstipp des Tages

Die Arztpraxis kann durch ein paar Änderungen zum Krankenhaus umgewandelt werden, in dem Ärzte und Krankenschwestern arbeiten. Die Wände im Krankenhaus mit gemalten Bildern von den Kindern schmücken. Ein Bett einrichten - mit Matratze, Decke - und ein Puppenbett samt Puppe zur Verfügung stellen.

Beachte auch das Musikstück von der Winzling-CD …